Umwelt und Energie  Naturschutz


Umweltbewusstsein der Bürger


Schon früh legte Rumbach mit seinen stattlichen Fachwerkhäusern Wert auf das Erscheinungsbild des besiedelten Bereiches als Teil des Landschaftsbildes. Die offenen Höfe zeugen von einem regen Miteinander der Bürger, Blumengärten, in denen sich je nach Jahreszeit alle Blumenarten ein Stelldichein geben gehören zum Erscheinungbild des Dorfes. Das Umweltbewusstsein der Bürger zeigt sich auch in dem Verzicht versiegelter Hofflächen, die typischen Bauerngärten, Sandsteinmauern, Hecken und Dorfnischen konnten erhalten bleiben. Die Gemeinde setzt sich für die Erhaltung großkroniger Laubbäume wie Eiche, Linde und Kastanie ein. Hausbegrünungen mit Frucht tragenden Pflanzen sind in Rumbach keine Seltenheit.

Umwelt Rumbach

Rumbach, Ortsstraße - Foto: © K.Faul

Umwelt Rumbach

Rumbach, Ortsstraße - Foto: © K.Faul


Wald Rumbach

Birkelsfelsen in Rumbach - Foto: © K.Faul

Wald Rumbach

Adelsnadel Gemarkung Rumbach - Foto: © K.Faul

Im Sinne der Nachhaltigkeit


Das Entwicklungskonzept der Verbandsgemeinde zeigt auf, dass ein regionales Energiekonzept für den Erhalt der Artenvielvalt interessante Perspektiven bietet. Von den Vorteilen, die der integrierte Einsatz von Holz und Biomasse mit sich bringt einmal ganz abgesehen. Die rund 1000 Hektar Rumbacher Gemeindewald werden nach den Grundsätzen und Zielen des naturnahen Waldbaues im Sinne der Nachhaltigkeit bewirtschaftet. Dadurch ist gewährleistet, dass auch bei einer höheren Nachfrage nach dem Energieträger "Holz" kein Raubbau an der Natur betrieben wird. Wie seit 250 Jahren bleibt in der deutschen Forstwirtschaft das Nachhaltigkeitsprinzip gewährt. Bodenkalkungen werden von der Gemeinde unterstützt.


Energieträger Holz


Holz ist der einzige nachwachsende Baustoff, der in durchaus steigerungsfähigen Mengen zur Verfügung steht. Der Wald wirkt als Luftfilter, ist Sauerstofflieferant und liefert einen Rohstoff, der zur Gewinnung und Verarbeitung kaum Energie benötigt. Zudem gibt Holz - wenn es letztendlich verrottet oder energisch genutzt wird - nur soviel CO2 ab, wie es zum Wachstum einstmals brauchte. Neben all seinen Vorteilen hat der Energieträger Holz vor allem auch einen greifbaren Nutzen für den kleinen Ort Rumbach, den sein Waldreichtum in früheren Jahren zu einer reichen Gemeinde gemacht hat.

Mischwald

Mischwald - Foto: © K.Faul

Energieträger Holz

Brennholz - Foto: © K.Faul


Energieträger Holz

Energieträger Holz - Foto: © K.Faul

Mischwald

Rumbach Pfälzer Wald - Foto: © K.Faul

Naturschutz


Durch den Einsatz des "eigenen" Energieträgers bleibt das meiste Geld vor Ort, die Straßen werden entlastet und der Forstbetrieb wird gestärkt. Gerade deswegen ist es konsequent, dass im Leitbild des Dahner Felsenlandes auch die stärkere Nutzung regenerativer Energieträger als Ziel genannt wird. Die Nutzung eigener Energieträger in Privathäusern ist in Rumbach noch immer üblich. Einmal im Jahr organisiert die Gemeinde eine Holzversteigerung für die Brennholzgewinnung. Hier wird der Zusammenhang zwischen Nutzung der natürlichen Ressourcen, dem Naturschutz und einer dauerhaften Entwicklung deutlich. Durch die Nutzung von Holz werden Waldbestände gepflegt und die Offenhaltung der Landschaft gesichert.


Altholzinsel für Hirschkäfer


Meldung 01.12.2017 - Bezirksverband Pfalz

Mit der Sicherung einer Altholzinsel und der damit verbundenen Vertragsunterzeichnung im Rahmen des EU-Projekts „LIFE Biocorridors“ hat die Gemeinde Rumbach sich dazu entschieden, eine langfristige Maßnahme für den Schutz von Pflanzen und Tieren umzusetzen. Die 2,1 Hektar große Fläche wird vom Forstamt Wasgau betreut und grenzt unmittelbar an das bestehende Naturschutzgebiet „Königsbruch“ an. Sie soll als Trittstein für viele bedrohte Arten langfristig geschützt werden. Aufgrund ihrer besonderen Eignung unter anderem als Bruthabitat für den Hirschkäfer kommt dieser Altholzinsel eine herausragende Rolle zu. „Neben diesem möchten wir gerne noch weitere Projekte mit dem Biosphärenreservat durchführen“, sagte Ortsbürgermeister Ralf Weber. So sei Rumbach ideal für die Ausrichtung eines Biosphären-Bauernmarkts. Der Ort will sich künftig noch besser touristisch platzieren.
Hirschkäfer benötigen für die Brut abgestorbene, modernde Baumstümpfe. Zersetzungsgrad, Lichtverhältnisse und Nähe zu einer vorhandenen Population seien entscheidend für die grundsätzliche Eignung der Fläche als Bruthabitat. Die Larve des Hirschkäfers könne bis zu sieben Jahre im modernden Holz bleiben, während der entwickelte Käfer nur wenige Wochen im Juni/Juli zu beobachten sei, so Hoos. Das LIFE Biocorridors-Projekt will ein grenzüberschreitendes ökologisches Netzwerk im Biotopverbund Pfälzerwald-Nordvogesen schaffen. Hierfür werden verschiedene Maßnahmen in Wald, Wiesen und an Wasserläufen durchgeführt. So sollen beispielsweise Altholzinseln entstehen, die als Nahrungsquellen, Rückzugsorte und Lebensräume für Tiere und Pflanzen dienen, Fichten und Douglasien teilweise entnommen und Buchen, Erlen und andere Laubgehölze in Klumpen gepflanzt werden, um den Laubwaldanteil zu erhöhen.

Interessante Links:
www.pfaelzerwald.de
www.forstpraxis.de

Info:
Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen
Projektbüro 'LIFE Biocorridors'
Vogelsbergstr. 31, 66994 Dahn
Sabine Hoos - Tel. 06391 8668094

LIFE Biocorridors Altholzinsel Rumbach

Abbildung: Projektkoordinatorin Sabine Hoos, Direktorin Dr.Friedericke,
Ortsbürgermeister Gemeinde Rumbach, Ralf Weber - Foto: bv-pfalz.de


Hirschkäfer

Bildschnitt Infoflyer - Quelle: Hirschkäferfreunde - Nature two e.V.


Der Hirschkäfer (Lucanus cervus) ist die größte unserer heimischen Käferarten und als Kulturfolger durchaus ein Freund des Menschen. Dr. Markus Rink beschäftigt sich seit 1998 sehr intensiv mit dem Hirschkäfer. Durch den eigens gegründeten gemeinnützigen Verein "Hirschkäferfreunde - Nature two e.V." sollen die Untersuchungen zur Lebensweise des Hirschkäfers weitergeführt werden. Wer eigene Beobachtungen gemacht hat, kann sich gerne melden.

Homepage: www.hirschkaefer-suche.de.


Download / Infoflyer: Hirschkäferfreunde - Nature two e.V.